Dokumentationsmaterial

Ausgehend vom Deutschen Schmerzfragebogen der Fachgesellschaften DGS und DGSS haben wir für die Auswertung mit PainDocPro2 eine ganze Serie von Dokumentationsmaterialien für die Integrierte Versorgung als auch für die schmerztherapeutische Regelversorgung entwickelt. Hier stellen wir Ihnen die Dokumentationsmaterialien für die Regelversorgung Schmerztherapie vor; das Bestellformular finden Sie hier: Bestellmöglichkeiten


1. Der Deutsche Schmerzfragebogen:

Basisinstrument zur standardisierten Schmerzdokumentation ist der Deutsche Schmerzfragebogen.

Der Deutsche Schmerzfragebogen (Edition 2011) enthält neben umfangreichen Fragen zur biografischen und allgemeinen Anamnese, einem Körperschema zum Einzeichnen der Schmerzlokalisation, detaillierten Fragen zur phänomenologischen und mechanistischen Charakterisierung des zugrunde liegenden Schmerzproblems, visuellen Analogskalen zur Erfassung der Schmerzintensität und umfangreichen Verfahren zur Dokumentation bisheriger Therapiemaßnahmen und individueller Besonderheiten (Ko-Medikation, Begleiterkrankungen, etc.) auch zahlreiche psychometrische Testskalen (z.B. zum allgemeinen Wohlbefinden, zur schmerzbedingten Einschränkung alltäglicher Aktivitäten, zu Stimmung/Depressivität und Affekt/Angst, zur allgemeinen Lebensqualität, etc.).


2. Deutsches Schmerztagebuch

Nach der mit dem Deutschen Schmerzfragebogen standardisiert dokumentierten Ausgangssituation wird der Verlauf der Schmerzkrankheit und die Effizienz der veranlassten Maßnahmen mit der DGS-Version des verlaufssensiblen Deutschen Schmerztagebuchs erfasst.

Dieses umfasst für jeweils eine Woche detaillierte Schmerztagesprofile und tagesbezogene Abfragen zur schmerzbedingten Einschränkungen der Lebensqualität unter Verwendung des Quality-of-Life Impairment by Pain Inventory (QLIP) sowie wöchentliche Abfragen zur Schmerzempfindung, Stimmung/Depressivität, Affekt/Angst, Suizidalität und schmerzbedingten Einschränkung alltäglicher Aktivitäten).

Die Verwendung identischer Instrumente und Skalen wie im Deutschen Schmerzfragebogen erlaubt eine rasche und sichere Orientierung über verlaufs-/therapiebedingte Änderungen der Befindlichkeit.


3. Zusatzmodule

Mit den Zusatz-Modulen zur Erfassung versicherungsrechtlicher Angaben, einer Eintages-/Zwischendokumentation bzw. des Moduls zur Dokumentation veranlasster Maßnahmen stehen drei weitere Instrumente für die standardisierte Schmerzdokumentation zu Verfügung, mit denen sich - nach der Ausgangsdokumentation mit dem Deutschen Schmerzfragebogen und der Verlaufsdokumentation mit dem Deutschen Schmerztagebuch - zusätzliche Informationen und Behandlungsdaten erfassen lassen.

  • a) Zwischendokumentation Die Zwischendokumentation ist ein Instrument für eine Zwischenuntersuchung mit Abfrage der Schmerzintensitäten, Fragen zur Lebensqualität, HADS, etc. und ist identisch zu einem Tagesprotokoll aus dem Deutschen Schmerzfragebogen.
  • b) Zusatzmodul Rückenschmerz Aus dem Integrierten Versorgungsvertrag Rückenschmerz der IMC GmbH ist dieser Zusatzbogen entstanden. Hier werden Fragen zur Angst vor Arbeit oder Aktivität abgehandelt, außerdem rückenschmerzspezifische Fragen und das MPSS.
  • c) Red Flags, Yellow Flags Auch dieses Zusatzmodul ist aus der breiten Anwendung im Integrierten Versorgungsvertrag entstanden. Anhand dieses Fragebogens finden Sie Risikofaktoren Ihres Patienten, die Einfluss auf das Therapieergebnis haben.
  • d) Veranlasste Maßnahmen Hier protokollieren Sie die ärztlichen Maßnahmen, die Sie im Rahmen Ihrer Schmerztherapie vornehmen. Dieses Zusatzmodul dient vor allem Ihrer Sicherheit bei möglichen Rechtfertigungen.
  • e) Zusatzmodul Demographie Hier geht es nicht nur um die oberflächliche Demographie, sondern es werden Fragen zur Bildung, zu Krankenkassen und zur Rentenversicherung gestellt und auch die Arbeitsfähigkeit wird abgefragt. Dies dient einer vollständigen Aufnahme aller wichtigen Patientendaten.